Das alles steckt hinter einem gesunden Ernährungsstil

Über gesunde oder ungesunde Ernährungsstile lässt sich bekanntlich viel streiten. Was heute als gesund gilt, wird morgen von Experten widerlegt und als ungesund eingestuft. Es gibt jedoch einige Grundregeln, die für eine gesunde Ernährungsweise gelten – eine Art kleinster gemeinsamer Nenner, auf den sich Ernährungs- und Gesundheitsexperten einigen können.
Was diesen gesunden Ernährungsstil auszeichnet, wollen wir uns in diesem Artikel näher anschauen.

Ausgewogenheit – das A und O

Jeder hat schon davon gehört, dass ein gesunder Ernährungsstil vor allem ausgewogen ist. Das heißt, dass man nicht – wie bei sehr vielen Diäten üblich – bestimmte Nahrungsmittel komplett weglässt, sondern diese eben nur in Maßen genießt. Abwechslung freut nicht nur den Körper, weil er so alle lebensnotwendigen Nährstoffe bekommt, sondern auch das Gemüt.

  • Viel Obst und Gemüse – jeden Tag

Fünf am Tag“, heißt hier die allgemeingültige Empfehlung, die Experten abgeben. Das Verhältnis ist dabei zwei Portionen Obst und drei Portionen Gemüse. Hierzu zählen auch Hülsenfrüchte (z.B. Erbsen, Bohnen und Linsen), die nicht nur wichtige Vitamine und Mineralstoffe liefern, sondern auch Ballaststoffe beinhalten.

  • Fleisch und Fisch – nicht jeden Tag

Während Milchprodukte aufgrund ihrer wichtigen Fette und hohen Proteingehalts möglichst jeden Tag verzehrt werden sollten, empfehlen Experten, Fleisch und Fisch nicht täglich zu essen. Bei Fisch gilt der Richtwert ein- bis höchstens zweimal pro Woche; bei Fleisch sollten es pro Woche nicht mehr als 300 bis 600 Gramm sein.

  • Vollkorn – grundsätzlich immer vorziehen

Wer die Wahl hat, zwischen Vollkornprodukt und Weißmehlprodukten, sollte immer Ersteres wählen, ganz gleich ob es sich dabei um Brot, Nudeln, Reis oder Couscous handelt. Wird das Korn zu Weißmehl verarbeitet, gehen dabei nämlich viele Mineral- und Ballaststoffe, sowie Spurenelemente und Vitamine verloren, sodass kaum noch was Brauchbares für den Körper übrigbleibt – außer eine hohe Ladung Kohlenhydrate, die nicht einmal lange satt machen.
Vollkorn ist daher die gesündere Alternative und gibt dem Magen auch über einen längeren Zeitraum etwas zu „arbeiten“, sodass sich nach dem Verzehr von Vollkornprodukten nicht so schnell wieder ein Hungergefühl einstellt. Dies ist vor allem für Menschen empfehlenswert, die abnehmen wollen.

  • Stark verarbeitete Lebensmittel meiden

Fertiggerichte erfreuen sich großer Beliebtheit, haben jedoch einen riesigen Nachteil: sie sind nicht gesund. Daher empfehlen Experten, auf diese zu verzichten, und lieber frisch zu kochen oder Rohkost zu verzehren.
Fertiggerichte enthalten oft viel mehr Zucker, Salz und versteckte Fette, als der Körper tatsächlich braucht. So entsteht ein Ungleichgewicht, das sich negativ auf die Gesundheit auswirken kann. Zu viel Aufnahme von Zucker erhöht z.B. das Risiko für Diabetes, und zu viel Salz erhöht den Blutdruck.
Es ist ratsam, Speisen daher aus Rohprodukten selbst zuzubereiten, und dabei hochwertige Fette zu wählen, die Omega-3-Fettsäuren und Vitamine beinhalten, z.B. Lein-, Raps- oder Hanföl.

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Bild: Salat, Nüsse, Gemüse und Obst – Grundzutaten für einen gesunden Ernährungsstil. Bildquelle: silviarita via pixabay.com

Worauf kommt es bei der Ernährung noch an?

Wer die obigen Empfehlungen beherzigt, tut seinem Körper schon sehr viel Gutes. Doch um den Jackpot zu knacken, und das Optimum an Gesundheit aus seinem Körper herauszuholen, kann man noch mehr tun.

  • Langsam und bewusst essen

Wer seine Speisen langsam kaut anstatt sie hinunterzuschlingen, hat nicht nur ein schöneres Geschmackserlebnis, sondern bleibt auch länger satt. Da sich ein Sättigungsgefühl erst nach und nach einstellt, verhindert man mit langsamem Essen auch, dass man sich überisst. So fühlt man sich nach dem Essen nicht erschöpft und müde, sondern frisch und voller Energie.

  • Bewegung ergänzt die Ernährung

Vor allem für Menschen, die abnehmen wollen, gehört Bewegung zum täglichen Programm dazu. Aber auch alle anderen profitieren von körperlichen Aktivitäten. Eine halbe Stunde pro Tag Spazierengehen reicht hier schon aus, um sowohl dem Körper als auch dem Geist neuen Schwung zu verleihen.

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